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Kommunale Klimascouts: Projektablauf

Bei dem Projekt „Kommunale Klimascouts“ werden Auszubildende in Verwaltungen und kommunalen Eigenbetrieben in einer spannenden Workshop-Reihe zu "Kommunalen Klimascouts" ausgebildet. In den teilnehmenden Kommunen werden so junge Mitarbeiter*innen für den Klimaschutz sensibilisiert und motiviert. Wir erklären hier, was die Auszubildenden von dem Projekt erwarten können und was auf sie zukommt.

Der Weg ins Projekt

Das Difu arbeitet eng mit Klimaschutz- und Energieagenturen zusammen, die wiederum Kommunen motivieren, mit ihren Auszubildenden am Projekt teilzunehmen. Grundsätzlich können alle motivierten Azubis in Kommunalverwaltungen bzw. kommunalen Eigenbetrieben teilnehmen. Die Fachrichtung der Ausbildung spielt für die Teilnahme keine Rolle. Zur Unterstützung stehen ihnen Mentor*innen aus ihren Kommunen zur Seite, z.B. Ausbildungsleitung, Klimaschutz- oder Energiemanagement.

 

Die "KlimaQuali"

Die "KlimaQuali" ist das Herzstück des Projekts. Hier werden den Auszubildenden die wichtigsten Inhalte vermittelt. In fünf Modulen wird eine weite Bandbreite an Wissen abgedeckt: Es geht um die Ursachen und Folgen der Klimakrise sowie um Maßnahmen zum Schutz des Klimas – insbesondere um kommunalen Klimaschutz. Außerdem werden den Teilnehmenden Grundlagen in Sachen Projektmanagement und Kommunikation an die Hand gegeben. Denn Ziel ist es, nach der „KlimaQuali“ ein eigenes Klimaschutzprojekt in seinem Arbeitsumfeld selbstständig zu entwickeln und umzusetzen.

Bereits in der Qualifikationsphase nutzen die Azubis die Gelegenheit, in einem gemeinsamen Brainstorming erste Projekt-Ideen zu entwickeln.

 

Der zeitliche Rahmen der "KlimaQuali"

Die Module finden i. d. R. während der Arbeitszeit der Auszubildenden statt.  Den Auszubildenden wird hier ein abwechslungsreiches interaktives Programm geboten, in denen sie ihr Wissen testen, vermehren, austauschen und in Kleingruppen anwenden können. Als Online-Veranstaltung wird die "KlimaQuali" an fünf Tagen jeweils ca. zwei Stunden lang durchgeführt – verteilt über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen. Zwischen den Modulen stehen im Normalfall keine "Hausaufgaben“ oder Ähnliches an, allerdings wird eine regelmäßige Teilnahme erwartet. Wenn sie als Präsenz-Veranstaltung möglich ist, findet die "KlimaQuali" an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt.

 

Das eigene Projekt und der Projekt-Pitch

Nach der erfolgreich absolvierten "KlimaQuali" folgt die Projektphase. Hier planen die Auszubildenden allein oder in Projektgruppen mit Unterstützung ihrer Mentor*innen ihr eigenes Klimaschutzprojekt. In dieser Phase ist es wichtig, dass die angehenden Klimascouts ausreichend Zeitressourcen einplanen und zur Verfügung haben.

 

Nach etwa sechs Wochen Vorbereitungs- und Umsetzungszeit steht der Projekt-Pitch an. Hier stellen die Azubis den Dozierenden der "KlimaQuali" und den Mentor*innen ihre Projektideen und -fortschritte in einem fünfminütigen Pitch vor und erhalten ein umfangreiches, kritisches und gewinnbringendes Feedback. Mit diesen Anregungen im Gepäck können die Azubis ihr Projekt dann nachjustieren bzw. finalisieren und in die Tat umsetzen.

 

Der Wettbewerb
Der spannende Höhepunkt bildet ein Wettbewerb unter den Scouts-Projekten. Die drei besten Projekte werden mit einem Preisgeld von 3.000 Euro prämiert, die wiederum in Klimaschutzprojekte in den Gewinnerkommunen fließen werden.


Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, müssen die Projekte drei Monate nach Ende der „Klima-Quali“ in einem bewertbaren Zustand eingereicht werden. Eine unabhängige Jury wählt die drei Gewinner aus. Diese besteht aus einer Vertreterin des Bundesumweltministeriums; der Vorstandsvorsitzenden der Initiative BildungsCent e.V., die sich seit vielen Jahren im Themenfeld Umweltbildung aktiv ist; dem Vorsitzenden des bundesweiten Arbeitskreises „Kommunaler Klimaschutz“ und einem Vertreter der DIHK, die das Projekt "Energiescouts" mit Azubis in Unternehmen durchführt und somit viele Prallelen zum Projekt "Kommunale Klimascouts" aufweist.

Im Rahmen der "Kommunalen Klimakonferenz 2022" am 21. und 22. November in Berlin werden dann die Gewinnerteams prämiert.


Effekte des Projekts
Mit der Teilnahme am Projekt erhalten die Azubis eine kostenfreie Zusatzqualifikation in einem aktuellen Themenfeld. Die Schulung qualifiziert die Auszubildenden zu wichtigen Multiplikator*innen im kommunalen Klimaschutz. Die Erfahrung der Umsetzung eines eigenen Projektes stattet sie darüber hinaus mit wertvollen Kompetenzen im Bereich Projektmanagement und eigenverantwortliches Arbeiten aus.

Neben handfesten Einsparungen durch Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen hat das Engagement der Auszubildenden auch eine positive Strahlkraft nach außen und unterstreicht die Vorbildfunktion der Kommunen im Klimaschutz.