Klimaschutz kommunal

Global, aber auch bundesweit stellen sich zahlreiche Kommunen den Anforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Sie definieren eigene ehrgeizige Klimaschutzziele, erstellen individuelle Konzepte und ergreifen vielfältige Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen vor Ort. Dabei wird Klimaschutz längst nicht mehr nur als Herausforderung, sondern auch als Chance begriffen, um z. B. urbanen „Verkehrsinfarkten“ entgegenzutreten, die eigenen Energiekosten zu senken, regionale Wertschöpfung zu generieren und die Lebensqualität die Bürger*innen durch weniger Lärm- und Luftbelastung und mehr „Grün“ zu steigern.


Wie funktioniert Klimahandeln in Kommunen?

Kommunen verfolgen individuelle Strategien zur Erreichung der Klimaschutzziele. Klimafreundliche Mobilitätskonzepte für Metropolen funktionieren oft nur bedingt in ländlichen Räumen, dafür bieten sich kleineren Gemeinden oder Landkreisen häufig bessere Voraussetzungen zur Energiewende. Unabhängig davon gelingt kommunaler Klimaschutz am besten, wenn es als Querschnittsaufgabe in einer Stadt, Gemeinde oder einem Landkreis angegangen wird. Denn die kommunalen Handlungsfelder zum Klimaschutz sind vielfältig und ressortübergreifend, von der Stadt- und Verkehrsplanung über das Gebäudemanagement, das Umwelt- und Grünressort, die Entsorgungsbetriebe bis zur Kommunikationsarbeit und Beteiligungsprozessen.

Verbraucherin & Vorbild

  • Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften
  • Abfallvermeidung in der kommunalen Verwaltung
  • Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED
  • Bereitstellung verbilligter Job-Tickets oder Dienstfahrräder für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Fuhrparkumstellung auf klimafreundliche Modelle

Versorgerin & Anbieterin

  • Energiesparendes Bauen bei kommunalen Wohnungsbaugesellschaften
  • Errichtung/Betrieb von Erneuerbaren-Energien-Anlagen
  • Ausbau und klimafreundliche Gestaltung des ÖPNV
  • Betrieb von Nahwärmenetzen
  • Klimaschonende Abfall- und Abwasserentsorgung

Planerin & Reguliererin

  • Festlegung energetischer Standards in der Siedlungsplanung
  • Ausweisung von Vorranggebieten für Erneuerbare-Energien-Anlagen
  • Einführung von Geschwindigkeitsbegrenzungen, Umweltzonen, autofreien Zeiten etc.
  • Mengenabhängige Abfallgebühren

Beraterin & Promoterin

  • Energieberatungen für unterschiedliche Zielgruppen (Gewerbe, Haushalte, Handel, Industrie etc.)
  • Erstellung von Photovoltaik-Potenzialkatastern
  • Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bei der Gründung von Energiegenossenschaften
  • Förderprogramme für energieeffiziente Altbausanierung

Ungeachtet der Erfolge und Beiträge, die Kommunen in den letzten Jahren zum Reduzierung der CO2-Emissionen geleistet haben, liegen auch im kommunalen Klimaschutz noch viele „ungehobene“ Potenziale, die es zur Erreichung der nationalen Ziele zu heben gilt. Packen wir es gemeinsam an!


Tipps zum Weiterlesen:

www.klimaschutz.de
www.leitfaden.kommunaler-klimaschutz.de
www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/masterplan-kommunen_bf.pdf
www.duh.de/zielgruppen/kommunen/kommunaler-klimaschutz
www.umweltbundesamt.de/publikationen/zusammendenken-was-zusammengehoert-kommunaler